Verborgene Geschichten aus Baden-Württemberg "Vor unserer Haut beginnt die Fremde"

Angekommen! - Angenommen?

Ich bin wieder unterwegs. In Baden-Württemberg. Vom 01. bis zum 06. Dezember 2014. Eine Studentengruppe aus Baschkortostan/Russland lernt zum ersten Mal die Menschen, das Leben, die Kultur und die Geschichte des Landes Baden-Württemberg kennen. Ich mache mir gemeinsam mit den Teilnehmern eines NGO-Begegnungsprojektes Migration/Integration Gedanken zum Arbeitsthema.

Die Delegation besucht in Stuttgart, Esslingen und in Ravensburg Einrichtungen, für welche die Begriffe Migration und Integration tägliche Herausforderungen im Berufsalltag sind. Neugierig und gespannt lauscht der Mensch Andreas (lausche ich) dabei den Stimmen, die andeuten, was diese Worte im Leben jedes Einzelnen bedeuten. Mensch sein. Ein Mensch mit Migrationshintergrund sein. Ein Autor sein und meine Erfahrungen mit den Erfahrungen von Menschen ohne Migrationshintergrund vergleichen. Mit den Delegationsteilnehmern über ihre Eindrücke, über die Kultur und Lebensform des Gastlandes in Gespräche kommen, ihre Ansichten zum Thema erfahren.

Meine Erfahrungen zum Thema sind am eigenen Leib erlebt. Die Erfahrungen der Studierenden beruhen auf der Vermittlung von Sachlagen. Die Fragestellung für die Studierenden heißt: "Durch welche Maßnahmen unterstützt das Land Baden-Württemberg die Integration von Migranten?"

Die Fragestellung für mich lautet: "Wie gehe ich mit den Einwirkungen als Mensch mit Migrationshintergrund mit meiner Biographie um?" Die Studierenden problematisieren. Mich berührt das Thema immer noch unmittelbar und existenziell.

Gleich zu Beginn des Aufenthaltes in Stuttgart haben wir die "Integration im Blick". Wir hören Integration heißt gleiche Chancen für alle: im Kindergarten, in der Schule und in der Ausbildung. Ein Mensch ohne Schule, ohne Sprache, ist wie ein Vogel ohne Flügel. Wir erfahren, Integration ist Förderung der kulturellen Vielfalt,  der Gemeinsamkeit mit der Bürgergesellschaft. Wer in Stuttgart lebt, ist Stuttgarter.

Und wir hören, in Baschkortostan leben 130 Nationalitäten. Dort werden die Kulturen bewahrt und entwickelt. In einem Sprachzentrum werden die Sprachkenntnisse gefördert.

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